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Fehlentwicklungen

Umweltprobleme

Lösungen – Wege aus der Krise

 

Aktualisiert:  2015-12-27        

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Themen auf dieser Seite:

    

     Das Wichtigste vorweg:

-        Wege aus der Krise, Ressourcenwende

-        Wasser und Energie sparen – Ressourcen schonen

 

     Globale Fehlentwicklungen:

-        Raumfahrt – reale Pläne oder Irrsinn?

-        Das Meer als Müllkippe, radioaktive Abfälle, Kernkraftwerke, Atommüll, Endlager

-        Die CO2-Lüge: Emissionen der angeblich CO2-neutralen Energiegewinnung, Kernenergie und Biogas

-        Wirtschaftswachstum - Bevölkerung – Der Wachstumswahn

-        fehlende medizinische und ökologische Grundbildung

 

diverse Hilferufe - Verzweiflung oder Lösungsansätze:

-        vermüllte Landschaft – Werteverfall

-        Deutsches (Un)Recht und Steuerrecht  -  Sterbehilfe oder Pflicht zu Leben

-        legale Brandstiftung - fragwürdige Privatisierung - sinnlose Energievergeudung

-        Lebensmittel als Klimakiller

-        Die Mode und die Kaputtmacher

-        Straßenlaternen für die Tagesbeleuchtung

-        Unsinniges Warten vor der roten Ampel

 

Die meisten Bilder auf dieser Seite stammen aus: www.wikipedia.de

 

Wege aus der Krise

 

   

 

Was könnte man konkret machen, um dem globalen Klimakollaps noch in letzter Minute zu entkommen?

 

1.  Sofort weltweit die Entwaldung stoppen. Für jeden Baum, der gefällt wird, müssen mindestens 5 neue Bäume unterschiedlicher Arten gepflanzt werden.

 

2.  Jede nicht nachhaltige Wirtschaftsweise muss dadurch unattraktiv gemacht werden, dass die Entnahme von Rohstoffen, die Zerstörung von Natur und die Schädigung von Ökosystemen hoch besteuert werden. Andere Steuern und Subventionen werden damit überflüssig.

 

3.  Sofort die sinnlose Energie-Entsorgung beenden (Kühltürme, Abfackeln von Erdgas; Verbrennung ohne Wärmenutzung; Heizen (mit Öl oder Gas) ohne Strom-Erzeugung (siehe Kraft-Wärme-Kopplung); Geräte oder Techniken, die nur dem sinnlosen Verbrauch von Energie dienen).

 

4.   Strom aus Wind- und Solar-Anlagen fördern, gleichzeitig den Strom aus fossilen und nuklearen Energieträgern gezielt verteuern (siehe 2.). (Generell darf Energie teurer und damit mehr wertgeschätzt werden. Die daraus resultierenden Einnahmen können direkt in Energie-Spar-Technik fließen, so dass die Verbraucher nicht stärker belastet werden.)

 

5.  Tempo-Limit auf allen Autobahnen einführen, und alle Neufahrzeuge generell bei dieser Höchstgeschwindigkeit abriegeln. (Alt-Fahrzeuge nachrüsten oder Raser mehr kontrollieren und höher bestrafen.)

 

6.  Übermotorisierte Fahrzeuge viel höher besteuern; mit den Einnahmen umweltfreundliche und sparsame Antriebe fördern und weiterentwickeln. (Dies als kurzfristige Maßnahme, solange 2. noch nicht realisiert ist!)

 

7.  Großindustrielle Fleischproduktion einstellen und übertriebenen Fleischkonsum eindämmen. (Erstens tragen die Ausdünstungen der Nutztiere in erheblichem Ausmaß zum Treibhauseffekt bei, zweitens ist die Effektivität der pflanzlichen Nahrungsmittel, wenn sie direkt von Menschen verzehrt werden, mehr als 7 mal so groß, als wenn mit den pflanzlichen Erzeugnissen erst die Tiere gemästet werden, deren Fleisch anschließend den Menschen als Nahrung dient).

 

8.  Keine Geschäfte mit Ländern, Organisationen und Firmen, die weiterhin die Natur rücksichtslos zerstören, Menschen unterdrücken und entwürdigen oder Tiere quälen und ausrotten.

 

9.  Kernspaltung, Kernenergie, Kerntechnik sind sofort zu beenden, weil die Strahlung nicht beherrschbar und die sichere Lagerung der Abfälle nicht möglich ist. Das gilt auch für die Kern-Fusions-Technik. (Beide dienen im Übrigen häufig nur als Feigenblatt, um die Entwicklung und Herstellung von Nuklearwaffen und Wasserstoffbomben zu kaschieren.)

 

 

Alle diese 9 Maßnahmen tragen zu einer Steigerung der Ressourcenproduktivität bei und helfen, die dringend notwendige globale Ressourcenwende zu verwirklichen.

 

 

 

 

Ressourcen schonen

 

 

Wasserspar-Tipp mit Komfort:

 

Ich habe in unserem Haushalt seit über 30 Jahren eine überaus einfache und bequeme Methode zum Wasser-Sparen installiert, die eigentlich überall Standard sein sollte, vor allem in öffentlichen Sanitär-Anlagen, z.B. an Waschbecken bei öffentlichen Toiletten oder Duschen in Hallenbädern und Fitness-Studios: Unsere Wasserhähne am Waschbecken im Bad und an der Spüle in der Küche werden über ein Fußpedal geöffnet. Das ist einerseits sehr komfortabel, weil man beide Hände frei hat und nicht mit schmutzigen Händen den Wasserhahn anfassen muss; andererseits sparsam, weil man automatisch nur solange auf das Pedal tritt, wie das Wasser laufen soll, so dass das Wasser auch in kleinen Pausen nicht unnötig läuft. Ich bin jedes Mal entsetzt über den technischen Aufwand, den man in den öffentlichen Anlagen betreibt um Wasser zu sparen bzw. den Wasserfluss automatisch zu steuern, der aber zu unnötiger Verschwendung von Wasser führt (Bewegungs-Sensoren, Zeit-Steuerung usw.). Unsere Pedale steuern ein Hebelventil, das in die Zuleitung zur Armatur eingefügt ist. So kann man per Fußdruck auch leicht die austretende Wassermenge regeln. Die Gesamtkosten für eine solche Einrichtung würden bei serienmäßiger Herstellung garantiert unter 40 Euro pro Zapfstelle liegen; die zur Zeit üblichen unangemessenen Aufwendungen könnten eingespart werden, und der Wasserverbrauch ginge signifikant zurück. Zusätzlichen Komfort bietet unsere Version noch dadurch, dass vor dem Hebel-Hahn eine Thermostat-Armatur installiert ist, so dass man per Fuß-Druck stets die gewünschte Wasser-Temperatur zapfen kann.

 

 

Noch mehr Komfort mit Spar-Effekt:

 

Warum muss man bei den Sitzungen auf fast allen öffentlichen und privaten Toiletten den üblem Geruch hinnehmen?! In unserem Haushalt ist dieser Zustand seit über 30 Jahren völlig „unbekannt“. Mit Investitionskosten von weit unter 100 Euro ist jeder Geruch beseitigt noch bevor (!) er die Toilettenschüssel verlässt und in den Raum übertritt: Eine Luft-Absaugung aus der Schüssel nutzt die normalen, überall vorhandenen Rohre und Lüftungskanäle. Ich habe die Saugseite einer ausgemusterten (gedrosselten) Staubsauger-Turbine an die Oberseite des Toiletten-Spülkastens angeschlossen und die Ausblas-Seite in den vorhandenen Raum-Entlüfungs-Kanal eingeleitet (alles unsichtbar im Installations-Schacht, siehe rechte Abbildung:).

 

    

 

Bevor jemand sein Geschäft beginnt, betätigt er einen Wandschalter, der den „Staubsauger“ einschaltet. (In öffentlichen Einrichtungen könnte man einen Kontakt am WC-Sitz installieren, der im Besetzt-Fall die Absaugung einschaltet.) So ist absolut kein Geruch im Raum. Für mich ist diese Absaug-Anlage eine der angenehmsten Veränderungen in unserem Haushalt. Außerdem kann sie auch zum Energie-Sparen beitragen, weil aufwendiges Lüften (Fenster auf oder stundenlanger Ventilator-Nachlauf) vermieden werden. – Weitere Tipps zum Energie-Sparen in Haus und Wohnung finden Sie hier)

 

Energie sparen ohne Komfort-Einbuße:

 

Die Straßenbeleuchtung wird fast überall (auch in unserer Gemeinde) abends viel zu früh eingeschaltet und morgens viel zu spät ausgeschaltet. In diesen Übergangszeiten ist es oft vom Sonnenlicht so hell, dass man nicht einmal sieht, dass die Lampen schon an sind; erst recht spenden sie in dieser Zeit kein (nutzbares) Licht. Mindestens 1 bis 1,5 Stunden täglich könnte man den damit verbundenen immensen Energieverbrauch vermeiden. Bei den Entscheidungs-Trägern besteht aber offensichtlich trotz wiederholter Hinweise keinerlei Interesse, irgendetwas daran zu ändern. (siehe auch: Straßenbeleuchtung am Tag)

 

Energie-Einsparung im Straßenverkehr:

 

Die Einführung der Elektromobilität erfolgt schleppend und zögerlich. Die Verbreitung und Akzeptanz von Elektroautos könnte durch Verwendung einer effektiveren Technik sofort um ein Vielfaches gesteigert werden, wenn man sich endlich von der antiquierten Technik der langen Kraftübertragungswege verabschieden und statt dessen konsequent die unschlagbaren Vorteile und Möglichkeiten des Elektroantriebs in Form von Radnaben-Motoren nutzen würde. Erst diese Technik wird dem Elektro-Auto zum Durchbruch verhelfen. – Außerdem kann man auf große und schwere Batterien verzichten, wenn man sich des Generator-elektrischen Antriebs bedient, der sich schon lange bei der Bahn und neuerdings auch bei Hybrid-Bussen bewährt hat. Er ist viel leichter, preiswerter und effizienter als der aller bisher angebotenen Autos mit Elektro- oder Hybrid-Motoren. (Einzelheiten unter Konsequent elektrisch)

 

 

CO2-Emissionen der angeblich CO2-neutralen Energiegewinnung

 

Häufig hört man von hochrangigen Vertretern aus Wirtschaft und Politik die beschönigende Behauptung, dass die Kernenergie ebenso CO2-neutral sei wie Bio-Kraftstoffe und Biogasanlagen. Im Fall der Kernenergie ist diese Einschätzung völlig unzutreffend, weil der ernorme energetische und materielle Aufwand für die Gewinnung und Anreicherung der Kernbrennstoffe ständige CO2-Emissionen verursacht, ebenso wie die immensen Aufwendungen für Transport, Wiederaufbereitung, Zwischenlagerung, Rückholung usw. des Atommülls (siehe dazu auch meinen Artikel über Anreicherung, Wiederaufbereitung und Endlager). Ähnliche Argumente betreffen auch die Bio-Kraftstoffe. –

 

Als in meinem Heimatort eine Biogasanlage gebaut werden sollte, war ich zuerst begeistert, weil ich mir vorstellte, dass dort landwirtschaftliche Abfälle nutzbringend verwertet würden. Seit die Anlage läuft, wurde ich eines Besseren (oder eher Schlechteren) belehrt. In weitem Umkreis wird ein beträchtlicher Teil der Ackerflächen nur noch für den Mais-Anbau genutzt, der in der Biogasanlage "verfeuert" wird.

 

Man wird immer wieder in die Irre geführt, wenn über die CO2-neutrale Energie-Erzeugung in Biogasanlagen berichtet wird. Es wird behauptet, dass Biogasanlagen klimafreundlich seien, weil "... bei der Verwertung von Biogas nur so viel Kohlendioxid freigesetzt wird, wie die Pflanzen während ihres Wachstums aus der Umwelt aufgenommen haben." Dabei wird aber verschwiegen, dass bei der Vorbereitung der Flächen, der Mais-Aussaat, dem Düngen der Felder, dem Ernten, Häckseln und Transportieren des Produkts enorm viel Maschinenarbeit mit gravierenden CO2-Emissionen eingesetzt wird.

 

Fotos: Typischer Anblick einer Biogas-Anlage (links) / Maschineneinsatz beim Aufschichten des „Brennsoff-Vorrats“ (rechts)  -  Bild-Quell: http://de.wikipedia.org/wiki/Biogasanlage (beide)

 

  

 

Die Treibstoff-Verbräuche bei diesem "Produktionsumweg" entsprechen mindestens einem Drittel bis mehr als der Hälfte der Energiemenge, die der Mais in der Biogasanlage liefert; die zugehörigen CO2-Emissionen werden folgerichtig nicht durch die Photosynthese beim Wachstum der Pflanzen kompensiert. Somit ist die Energie-Effizienz der Biogasanlage nicht gerade vorbildlich  (vor allem, wenn keine Kraftwärme-Kopplung stattfindet), und von CO2-Neutralität kann keine Rede sein!

 

Während der Erntezeit rollen wochenlang die Schwertransporter mit dem Mais im Umkreis von ca. 30 km durch die gesamte Region und belasten die Umwelt mit Abgasen, Lärm, Fahrbahn-Verschmutzung und -Beschädigungen. Außerdem muss man leider feststellen, dass die hiesige Anlage kilometerweit ekeligen Gestank verbreitet und die Wohnqualität der gesamten Region nachhaltig beeinträchtigt. Es ist auch kein Geheimnis mehr, dass Biogasanlagen die herkömmlich wirtschaftenden Bauern in Existenznot bringen (durch steigende, ja explodierende Pachtpreise, und die um ein Vielfaches höheren Subventionen für die Bio-Energie in Konkurrenz zur herkömmlichen Agrarwirtschaft) mit allen nur denkbaren Konsequenzen für das Landschaftsbild, landwirtschaftliche Strukturen, Umwelt und Natur! - (Erklärungen und weitergehende Information zum Thema CO2 finden Sie auch hier.)

 

 

Sinnlose Energievergeudung

 

Vernünftigerweise hat man in den letzten Jahren die Bauvorschriften den wachsenden Anforderungen an Wärme-Isolierung und Energie-Einsparung angepasst, so dass ein Neubau mit wesentlich weniger Energie-Aufwand beheizt werden kann. Kurz nach Bezug des neuen Energiespar-Hauses kauft sich der moderne Bewohner dann eine Terrassenheizung (linkes Bild), damit er auch draußen wohlig warm sitzen kann, wenn die Temperatur eigentlich nicht dazu einlädt. Auch die Gaststätten-Betreiber lassen sich nicht lumpen und stellen gleich 20 dieser praktischen Geräte auf, damit die Besucher ihre Strickjacke getrost ablegen können, die sie wegen der aufkommenden Abendkühle mitgebracht haben. Wenn man schon drinnen nicht mehr so viel heizen muss, weil das Gebäude nun gut isoliert ist, kann man ja wenigstens draußen den Energie-Konsum fördern, damit die Einnahmen der Energieversorger nicht „wegbrechen“! Von einer schlecht isolierten Wohnung weiß man ja, wieviel Aufwand man treiben muss, damit die Wärme nicht nur in die Nachbarschaft wandert; so kann man sich vorstellen, wie effektiv es ist, einen Sitzplatz draußen zu heizen, wo es gar keine Wände gibt, dafür aber noch eine leichte Brise weht, die die Wärme-Abfuhr perfekt regelt. – Man hat’s ja schließlich, und so teuer ist das Heizen draußen ja auch nicht!  (Geradezu abartig ist es, auf Balkon oder Terrasse elektrische Heizgeräte zu verwenden, weil bei der Strom-Produktion im Kraftwerk schon „vorher“ 60 Prozent der Energie als Wärme weggeworfen wurde.) Ein weiteres Beispiel für solch sinnlose Energievergeudung fand ich in der Presse im Februar 2010, nämlich einen Kamin, in dem Ethanol verbrannt wird, der aber nicht zum Heizen dient sondern nur „zur Zierde“ (rechtes Bild). – Da  fällt mir nichts mehr ein!

 

– Doch! Die Riesen-Fackeln, die unentwegt kostbares Gas in gigantischen Mengen abfackeln, weil sich die Verwertung oder Vermarktung angesichts der unerschöpflichen Einnahmen aus der Erdölförderung „nicht lohnt“. Haben Sie sich nicht auch schon mal gefragt, wieso tagein - tagaus,  jahrein - jahraus an so vielen Pumpstationen und Industrieanlagen ständig diese Flammen in den Himmel lodern? Egal, wie die Antwort auf die Frage ausfällt; eine unverantwortliche Energievergeudung und Umweltverschmutzung ist das Abfackeln in jedem Fall!

 

 

       

 

 

Straßenbeleuchtung bei Tageslicht

 

Schon in den 1990er Jahren habe ich die Öffentlichkeit und die Gemeindeverwaltung darauf aufmerksam gemacht, dass die Straßenbeleuchtung jeden Abend eingeschaltet wird, wenn es noch reichlich hell genug ist, während sie morgens viel zu lange eingeschaltet bleibt, und dass die Straßenlaternen häufig den ganzen Taglang brennen. Damals sah niemand einen Anlass, etwas daran zu ändern.

 

Vor ein paar Jahren wurde dann das Geld in der Gemeindekasse knapp. Man suchte nach Einsparmöglichkeiten und fand sie bei den Stromkosten der Straßenbeleuchtung. Die wird nun nachts für mehrere Stunden abgeschaltet; aber tagsüber leuchten nach wie vor die Lampen regelmäßig bei ausreichendem Tageslicht. Jeder, der nachts über unbeleuchtete Straßen stolpert, fühlt sich verschaukelt, wenn er morgens bei Sonnenschein die eingeschalteten Lampen sieht.

 

Während mindestens 45 Minuten vor dem kalendarischen Sonnenaufgang und nach dem kalendarischen Sonnenuntergang reicht die Resthelligkeit des natürlichen Streulichts völlig aus. Häufig sieht man in dieser Phase kaum, dass die Laternen eingeschaltet sind, weil das Umgebungslicht sie überstrahlt.

 

Das oft zu beobachtende ganztägige Brennen der Straßenbeleuchtung soll wohl im Zusammenhang mit Überprüfungs- bzw. Reparaturmaßnahmen stehen, aber auch in dieser Sache bin ich auf Ungereimtheiten gestoßen. Auf eine konkrete Nachfrage hin habe ich beispielsweise erfahren, dass es eigentlich nicht nötig wäre (sondern für den Service-Betrieb nur etwas bequemer), anlässlich einer singulären Wartungsarbeit die Beleuchtung den ganzen Tag (!) und im gesamten Gemeinde-Gebiet (!!) einzuschalten.

Ganz ohne Investitionskosten könnte man große Einsparungen an Kosten, Energie und klimaschädlichen Emissionen erzielen, wenn man die Straßenbeleuchtung nicht täglich bei Helligkeit überflüssigerweise betreiben würde. Nur eine kleine Programm-Änderung in der Beleuchtungs-Steuerung wäre nötig, um die tägliche Einschaltdauer um 1,5 bis 2 Stunden zu reduzieren, ohne Einbußen an Komfort und Sicherheit der Verkehrsteilnehmer. Jährlich könnte auf diese Weise in Recke etwa so viel elektrische Energie eingespart werden wie 20 bis 30 Privathaushalte im gleichen Zeitraum benötigen.

 

Leider ist Recke in Sachen "Straßenbeleuchtung bei Tageslicht" keine Ausnahme sondern befindet sich in schlechter Gesellschaft mit zahlreichen Städten und Gemeinden, vermutlich sogar den meisten. Davon kann sich jeder überzeugen, wenn er morgens oder abends während der Dämmerung die Straßenlaternen beobachtet (oder bewusst einen Blick nach draußen wirft) und sich fragt, ob die künstliche Beleuchtung in dieser Phase wirklich nötig ist.

 

                       

Foto: Abends eingeschaltete Straßenbeleuchtung in Recke - lange bevor es dunkel wird! -

 

 

Wirtschaftswachstum um jeden Preis

 

Nach meinen Beobachtungen halten alle Regierungsparteien der letzten Jahrzehnte ein kontinuierliches Wirtschaftswachstum für unabdingbar. Wenn die Wirtschaftsentwicklung stagniert (Nullwachstum) oder rückläufig ist (Rezession), gilt die höchste Alarmstufe, und es müssen alle Hebel in Bewegung gesetzt werden (einschließlich zügelloser Neuverschuldung), um das Wachstum wieder in Fahrt zu bringen. Es wäre dringend geboten, diese desaströse Politik zu korrigieren. Es kann doch kein halbwegs intelligenter Mensch behaupten, dass es gut für uns und unsere Kinder, fürs Land und die Natur ist, wenn wir immer mehr produzieren, arbeiten, Geld ausgeben, konsumieren, verbrauchen, wegwerfen, verschmutzen, als hätten wir damit nicht schon längst über die Stränge geschlagen! Die Struktur der Staatsfinanzen und der Volkswirtschaft muss so organisiert werden, dass Konsum-Zurückhaltung, Sparen und rücksichtsvolles Handeln als positive Tugenden wahrgenommen werden und der daraus resultierende Erfolg auch ein Gewinn für Politik und Wirtschaft wird. Andernfalls wachsen wir auf direktem Weg und immer schneller ins Verderben, wofür es schon überdeutliche Signale gibt. (Die Kinder sind überfordert und zunehmend verhaltensgestört, psychische Erkrankungen explodieren geradezu, der Stress am Arbeitsplatz erfasst alle beruflichen Ebenen, die Landschaft wird immer mehr mit Müll überzogen, die Rohstoffe und Bodenschätze werden knapper, die schützende Erd-Atmosphäre wird zerstört, das Klima aus dem Gleichgewicht gebracht, die globale radioaktive Belastung steigt stetig, usw. Änderungsvorschläge und Lösungsmöglichkeiten werden von denen, die es ändern könnten, verworfen, weil sie fürchten, dann ihren Reichtum und Wohlstand mit anderen teilen zu müssen.

 

Ausgerechnet Deutschland rühmt sich, Export-Weltmeister zu sein, und versteht den Export als Basis und notwendige Voraussetzung für Wachstum und Wohlstand. Wenn wir einmal ganz unvoreingenommen die Bedingungen und Konsequenzen des Export-Überschusses analysieren, werden wir feststellen, dass diese Wirtschaftsweise uns in Wirklichkeit ruiniert. Um die ausgeführten Waren zu produzieren, müssen wir immer mehr arbeiten, Überstunden machen, verbrauchen immer mehr Rohstoffe und Energie und belasten die Umwelt. Das einzige Ergebnis, für das der unangemessene Aufwand getrieben wird, ist das Geld, das (in der Regel) für die Export-Produkte bezahlt wird, wobei der größte Teil dieses Geldes durch die Produktionskosten derselben Produkte aufgezehrt wird und nicht wirklich bei den Leistungs-Erbringern ankommt. Das Universal-Argument für die Steigerung der Wirtschaftsleistung, nämlich die Schaffung von (zusätzlichen) Arbeitsplätzen, ist reine Augenwischerei. Die Arbeit, die tatsächlich zur Aufrechterhaltung unseres Lebensstandards und Sicherung des Wohlstands erbracht werden muss, lässt sich so verteilen, dass alle Arbeitsfähigen und Arbeitswilligen daran teilhaben, ohne dass die einen sich kaputt schuften und die anderen auf der Straße stehen. Würden wir nur die Güter und Waren herstellen, die wir selbst gebrauchen (und vielleicht noch solche, die andere Länder benötigen, aber nicht selbst herstellen können), wären sowohl das gesamte Arbeitsleben als auch die Rohstoff-, Umwelt- und Energie-Bilanz unvergleichlich entspannter; wir könnten mit weniger Geld glücklicher und gesünder leben und hätten wieder mehr Zeit, die wir unseren Kindern und einer gesünderen Lebensweise widmen könnten. Dann hätten wir wirklich Wohlstand. Es gilt eben nicht die Gleichung, die uns täglich eingehämmert wird: "IMMER MEHR GELD = WOHLSTAND".

 

Immer wieder werden Forderungen laut,  man müsse die Wirtschaftskompetenz der jungen Leute fördern, indem man Wirtschaftslehre als Unterrichtsfach in den Schulen einführt, als gäbe es nichts Wichtigeres! Für mich steht ganz oben auf der Dringlichkeitsliste das Unterrichtsfach Gesundheit und Umwelt, und zwar für alle Schuljahre, Jahrgangsstufen und Schulformen. Eine medizinische Grundbildung in den Schulen fehlt bislang völlig und würde viel eher dazu beitragen, die Menschen lebenstüchtig zu machen. Wissen in Sachen Ökologie und Nachhaltigkeit fördert Rücksichtnahme und Verantwortung für die Umwelt, und das wäre viel wichtiger als die Fähigkeit, mit wirtschaftlicher Kompetenz den Gewinn zu maximieren und die Rohstoffe möglichst preisgünstig auszubeuten. Dabei gibt es genügend Möglichkeiten, den bestehenden Fächerkanon und die zugehörigen Lehrpläne zu entrümpeln und alte Zöpfe abzuschneiden, die zu unnötigen Belastungen und überflüssigen Anforderungen führen, so dass die Einführung einer medizinischen und ökologischen Grundbildung einhergehen könnte mit einer Entschlackung der Lernziele und Entlastung der Schüler.

 

 

Reise zu fremden Planeten und Galaxien

 

Protagonisten künftiger Raumfahrtprojekte planen allen Ernstes bemannte Reisen zum Mars, und gelegentlich hört man auch von Überlegungen, Ziele außerhalb unseres Sonnensystems anzusteuern. Schon die Fahrt zum Mars ist der Wahnsinn schlechthin. Obwohl er der Erd-nächste Planet ist, ist der materielle, technische und finanzielle Aufwand für dieses Unternehmen so immens, dass jeder vernünftige Mensch solche Pläne nur als unverantwortlich verurteilen kann. Die kürzeste Entfernung zum Mars beträgt 55 Millionen Kilometer, die Reisegeschwindigkeit muss, um das Schwerefeld der Erde verlassen zu können, mindestens 40.300 km/h betragen (der bisherige Rekord von 39.897 km/h wurde von Apollo 10 erreicht). Das ergibt eine Fahrtzeit für (Hin- und Rückweg) von mindestens 2730 Stunden, also 114 Tage. Da man den Mars aber nicht auf direktem Weg erreichen kann, und die Position der beiden Planeten nicht unbedingt bei Hin- und Rückreise optimal ist, müssen wir von einer erheblich längeren Reisedauer ausgehen, rund ein Jahr dürfte realistisch sein. (In einer Presse-Mitteilung vom September 2011 hieß es, dass die NASA mit 9 Monaten Flugdauer rechnet.) Sämtliche Atemluft, Nahrung und Wasser müssen mitgenommen werden, von der technischen und medizinischen Ausrüstung ganz zu schweigen, die notwendig ist, um so lange die Schwerelosigkeit und andere Widrigkeiten im Weltraum zu überstehen. Aus diesen Gründen ist auch ein längerer Aufenthalt oder gar Bleiben auf dem lebensfeindlichen Planeten ausgeschlossen. Die Umweltbelastungen, die mit diesem ganzen Aufwand hier auf der Erde verbunden sind, sind unvorstellbar groß. Alles was man über den Planeten wissen sollte, hat man schon durch die zahlreichen unbemannten Missionen erfahren, die ich auch schon als grenzwertig einstufe.

 

Ein Verlassen unseres Sonnensystems oder gar eine Ansiedlung auf einem fremden Planeten mit lebensfreundlichen Bedingungen scheidet schon allein wegen der Entfernung aus. Sogar der erdnächste Fixstern (Alpha-Centauri) ist von uns 4,2 Lichtjahre entfernt, d.h. das Licht, das mit 300 000 km/s unterwegs ist, benötigt 4,2 Jahre für diese Entfernung (4 1016 m). Ein Weltraumfahrzeug müsste, um dem Schwerefeld der Sonne zu entkommen, auf mindestens 151 560 km/h (3. kosmische Geschwindigkeit) beschleunigen. Mit dieser Geschwindigkeit müsste es dann 2,6 108 Stunden, also rund 30.000 Jahre unterwegs sein, nur um den nächsten Nachbarn innerhalb unserer Heimat-Galaxie, der Milchstraße, zu erreichen. Wollten wir diese verlassen, müsste man sich mindestens mit der 4. kosmischen Geschwindigkeit (etwas mehr als 1 Millionen km/h) fortbewegen. Aber schon bevor wir an den Rand der Milchstraße kommen (Entfernung rund 50.000 Lichtjahre) ist ein Vielfaches der Zeit vergangen, die Menschen auf der Erde existieren (den "Homo sapiens" gibt es seit 200.000 Jahren).

 

Welcher Astronaut würde sich auf eine Reise begeben, deren fragwürdiges Ziel nur seine Nachkommen erreichen können?!

Wenn wir nur einen Bruchteil der Aufwendungen, die für die Raumfahrt ausgegeben werden oder werden sollen, dafür verwenden würden, die Lebensbedingungen der Menschen auf der Erde zu verbessern und die Zerstörung unseres eigenen Lebensraums zu beenden, hätten wir paradiesische Bedingungen auf Erden!

 

 

Das Meer als große Müllkippe

 

Das Meer ist noch immer die größte irdische Müllkippe, und manche Leute meinen, es würde alles geduldig schlucken, da es ja so unendlich groß ist. Inzwischen stellt man aber fest, dass überall der Plastikmüll wieder auftaucht, die Fische vergiftet sind und die Nahrungskette zunehmend radioaktiv und mit Schwermetallen belastet ist. Kein Wunder, wenn man sieht, dass allein die legalen Großverschmutzer, nämlich die atomaren Wiederaufbereitungsanlagen, ständig tonnenweise Nuklear-Abfälle ins Meer pumpen. In Sellafield (an der englischen Westküste) wird so die irische See dauerhaft verseucht, und in Nordwest-Frankreich werden aus der Wiederaufbereitungsanlage La Hague täglich rund 1,4 Millionen Liter radioaktives Abwasser in den Ärmelkanal/Atlantik gepumpt.

 

Was passiert, wenn man einen (!) Liter Gift ins Meer kippt und im gesamten Weltmeer gleichmäßig verrührt ("verdünnt") und dann an einem beliebigen Strand, z.B. in Neuseeland, eine Wasserprobe entnimmt? Wieviele Gift-Moleküle finden wir dort in 1 Liter Meerwasser wieder? Dazu eine Abschätzung: 1 Liter Wasser besteht aus 3,31025 Molekülen, alle Meere der Erde zusammen enthalten rund 1,31021 Liter Wasser. Somit verteilen sich die Moleküle von 1 Liter zusätzlichem Wasser im Weltmeer so, dass auf jeden Liter Meerwasser 25 384 Moleküle aus unserem Zusatz-Liter entfallen. Fünfundzwanzigtausend Giftmoleküle in jedem Liter Meerwasser aus nur 1 Liter Gift! (Andere Stoffe als Wasser weisen durchaus eine andere Zahl von Molekülen pro Liter auf, aber die Größenordnung der berechneten Konzentration dürfte auch für Giftstoffe realistisch sein.)

 

Nach einer Untersuchung der Verbraucherorganisation Food Watch ist das Leitungswasser schon in fast allen deutschen Bundesländern so stark mit Uran belastet, dass es für Kinder eine Gesundheitsgefährdung mit sich bringt, nämlich mit mehr als 2 Mikrogramm pro Liter. 2 Millionstel Gramm hört sich natürlich nicht nach viel an, aber 2 Millionstel Gramm Wasser enthalten immerhin 6,61016 Moleküle.

 

 

Bedrohliches Bevölkerungswachstum

 

Ist uns eigentlich bewusst, dass das Wachstum der Erdbevölkerung nicht so verläuft wie es schon immer war (also gleiche Zunahme in gleichen Zeiträumen), sondern bedrohliche Ausmaße angenommen hat? Und zwar weil es gleichmäßig wächst, aber nicht linear, sondern exponentiell! Und das bedeutet, dass man lange Zeit nicht viel davon merkt, und wenn man eines Tages die Konsequenzen spürt, ist es zu spät. Diesen Zeitpunkt könnte man sich bei der linken Abbildung einer mathematischen Exponentialfunktion etwa dort vorstellen wo die senkrechte Achse eingezeichnet ist. Vor diesem Zeitpunkt kam einem das Wachstum nie dramatisch vor, danach jedoch scheint es zu explodieren.

 

              

 

Die tatsächliche Bevölkerungsentwicklung im rechten Diagramm hat unbestreitbar viel Ähnlichkeit mit solch einer Exponentialfunktion. Die konkreten Zahlen der letzten 100 Jahre geben hinreichend Anlass zur Besorgnis:

 

Jahr

Zahl der Menschen

 

1804

1 Milliarde

1927

2 Milliarden

1960

3 Milliarden

1974

4 Milliarden

1987

5 Milliarden

1999

6 Milliarden

2011

7 Milliarden

 

Die Zeiträume, in denen jeweils 1 Milliarde Menschen dazu kam, wurden in der Vergangenheit immer kürzer! Schon jetzt leben Milliarden Menschen ohne Zugang zu sauberem Trinkwasser, unterernährt oder in sehr beengten Verhältnissen. Dabei werden der bewohnbare Lebensraum und die fruchtbare Ackerfläche künftig noch rasant schrumpfen (durch den Klimawandel und den Anstieg des Meeresspiegels). Deshalb wäre es weltweit dringend geboten, die Bevölkerungs-Explosion zu stoppen. Dass dies möglich ist, zeigt nicht zuletzt die Ein-Kind-Politik Chinas, wobei die Durchführung und Kontrolle aber sicher humaner und sozial gerechter organisiert werden müsste. Auch der Bevölkerungs-Schwund in Deutschland sollte an sich kein Desaster sein; allerdings sind die Gründe für den Geburten-Rückgang alarmierend, weil sie nach meiner Überzeugung auf tiefgreifender Perspektivlosigkeit und begründeter Angst vor der Zukunft beruhen.

 

 

Vermüllte Landschaft

 

Nicht nur das Meer, wie oben beschrieben, leidet unter der ständig zunehmenden wilden Müll-Entsorgung. Auch die Landschaft, die wir täglich zu Gesicht bekommen, die Straßenränder und Autobahn-Seitenstreifen haben sich in den letzten Jahren dermaßen verändert, dass man inzwischen ohne Übertreibung die Verkehrswege als die größte Müllkippe der Nation bezeichnen kann. Das hat es vor 30 - 40 Jahren noch nicht gegeben! Da galt Deutschland noch mit Recht (in dieser Hinsicht) als sauberes Land. Eine achtlos weggeworfene Verpackung war die Ausnahme und wurde schnell weggeräumt. Schauen Sie heute mal, vor allem im Winter, wenn kein Schnee liegt und die Straßenränder gemäht sind, wie die Mittelstreifen der Autobahnen, die Ränder der Ausfahrten und der Fernverkehrsstraßen aussehen: Ewiges Glas, Getränkedosen und unvergänglicher Plastikmüll liegen stellenweise lückenlos über große Flächen verteilt, keiner hebt es auf, wen stört es? Aber nicht nur die Autofahrer trifft der Vorwurf: Reine Fußwege, vor allem die offiziellen Schulwege sind auch zunehmend betroffen.

 

Hier ein Anblick vom Randstreifen an einem Rad- und Fußweg, der knapp 2 Jahre vor der Aufnahme neu angelegt wurde:

 

       

 

Warum wird es inzwischen wie selbstverständlich hingenommen, dass nach Großveranstaltungen wie Love Parade, Rosenmontagszug oder Rock-Konzerten ganze Stadtteile kniehoch mit Müll bedeckt sind und anschließend von Unbeteiligten aufwendig gereinigt werden müssen? Warum wird nicht einmal angesprochen, dass man sich als Gast oder Besucher so nicht zu benehmen hat? Kein Politiker hält es für nötig, das Problem wenigstens anzusprechen. So wird sich das dekadente Verhalten der rücksichtslosen Mitbürger nur noch weiter verbreiten und die Natur erstickt im Müll! Eine umfassende Lösung für dieses Problem habe ich zwar nicht anzubieten, aber fest steht, dass ein beträchtlicher Anteil des Verpackungsmülls überflüssig ist und gar nicht erst hergestellt werden müsste. Mehr Kontrolle und Strafen wären denkbar. Aber am wichtigsten erscheint mir, dass die Erziehung und Bildung der Menschen in deutlich stärkerem Maße auf mehr Verantwortung und Rücksichtnahme gegenüber ihrem Lebensraum und ihren Mitmenschen abzielen müsste. 

 

Ein großer Fortschritt wäre es im Übrigen, wenn man generell Entsorgung und Müllabfuhr kostenlos machen würde. Die Unkosten für diese Dienstleistung müssten vollständig auf die Preise der Waren (und Verpackungen) umgelegt werden, die nach Gebrauch in den Müll wandern, so dass die Entsorgung schon beim Einkauf bezahlt wird. Erstens würden sich die Hersteller dadurch mit überflüssiger Verpackung mehr zurückhalten, und zweitens hätte niemand einen Grund, seinen Müll in die Landschaft zu werfen, nur weil ihm eine angemessene Mülltonne zu teuer ist.

 

 

 

Deutsches Recht

 

Das deutsche Recht hat sich selbst ausgetrickst. Es ist überkompliziert, zu aufgeblasen und unübersichtlich. Der Gesetzgeber meint, jegliches Tun und Handeln bis ins kleinste Detail vorauszusehen, regeln zu können (und zu müssen), und in Kategorien und Unterkategorien einordnen zu können. Wenn ein kriminelles Vergehen vor Gericht verhandelt wird, steht nicht die Frage im Mittelpunkt, ob es gut oder böse war, gerecht oder ungerecht, sondern gegen welchen Paragraphen mit welcher Voraussetzung verstoßen wurde, d.h. die Tat wird präzise in ein bestimmtes, feststehendes Schema eingeordnet, oder besser gesagt, hinein gepresst. Wenn allen Beobachtern klar ist, dass einer den anderen kaltblütig umgebracht hat und dies hochgradig verwerflich ist, müssen die Juristen erst lange darüber streiten, ob es nun Mord oder Totschlag oder was auch immer war; und diese Definition hat ganz entscheidenden Einfluss auf den späteren Urteilsspruch. Wenn die Tat aber so ungewöhnlich war, dass man sich nicht auf die eine oder andere Kategorie festlegen kann, weil dieser Fall im Gesetzbuch nicht beschrieben ist, hat unser Täter womöglich Glück gehabt und kommt mit einem Urteil davon, das jedem normal Denkenden die Haare zu Berge stehen lässt, und selbst die Vertreter des Gerichts sind am Ende mit Ihrem Urteil nicht zufrieden.

 

Wäre es nicht viel vernünftiger, Rechte und Pflichten in wenigen umfassenden und allgemeingültigen Regeln fest zu legen, und dann im Fall der Fälle den gesunden Verstand unbescholtener Bürger zu nutzen um einen Fall sittlich und moralisch zu beurteilen? Der Paragraph 1 der Straßenverkehrsordnung ist ein Beispiel für eine solche allgemeingültige und umfassende Regel. Zwar kommt man mit einem Satz nicht aus, aber er sagt schon mal so viel wie 1000 Paragraphen, die überflüssig sind und doch nicht reichen, weil es immer noch einen 1001. Fall gibt, der im Gesetzbuch nicht vorgesehen ist.

 

Bekanntlich ist das deutsche Steuerrecht so umfangreich, dass es mehr Bücher füllt als das Steuerrecht aller anderen Staaten zusammen. Hat denn noch keiner bemerkt, dass es gerade dadurch unübersichtlich, ungerecht und uneffektiv wird, weil es tausend Schlupflöcher, Sonderfälle, Ausnahmen, Unklarheiten und Interpretationsmöglichkeiten gibt?! Wäre es nicht ein interessanter Gedanke, nur all die Dinge zu besteuern, die man bremsen sollte, weil sie nicht nachhaltig bewirtschaftet werden, also z.B. den Verbrauch von Rohstoffen, Bodenschätzen und Natur (Flächenverbrauch, Urwald-Rodung, usw.)?! Dadurch würde nicht nur das Steuerrecht radikal vereinfacht, es würden sich gleichzeitig so viele existentielle Probleme von allein lösen, dass die meisten Umwelt-Belastungen minimiert würden und Zukunfts-Ängste sich in Luft auflösen könnten.

 

 

Da hörte man doch vor der Bundestagswahl 2009 allen Ernstes in einem Wahlversprechen, dass das Steuerrecht einfacher und gerechter werden sollte. Die erste Amtshandlung in diesem Sinne war aber eine weitere Ausnahmeregelung, eine Erweiterung der Sonderfall-Liste, nämlich die Mehrwertsteuersenkung für das Hotelgewerbe, und zwar so kompliziert, dass in einer Hotelrechnung jetzt mehrere verschiedene Steuersätze berücksichtigt werden müssen, die kaum einer durchschaut. – Klasse!

 

 

 

Pflicht zu leben oder Recht auf Sterben

 

Jeder, der schon miterleben musste, wie ein Angehöriger oder Freund nach langem Siechtum endlich gestorben ist, wünscht sich, selbst nicht so enden zu müssen. Und doch kommt es in vielen Fällen dazu, dass einem trotz aller Vorbereitungen und Regelungen, Patientenverfügung, Betreuungsverfügung und Vorsorgevollmacht, ein langes Leiden und unwürdiges Siechtum nicht erspart bleibt. Was nützt einem das im Grundgesetzt verankerte Persönlichkeitsrecht auf Leben und körperliche Unversehrtheit, wenn es kein Recht auf ein selbstbestimmtes und würdiges Sterben gibt? Die rechtlich präzise geregelte Möglichkeit, dass ein Arzt lebenserhaltende Maßnahmen (wie Zwangsernährung, Herz-Lungen-Maschine oder ähnliches) beendet, wenn der Patient rechtzeitig eine entsprechende Patientenverfügung unterschrieben hat und unheilbar krank ist und keine Aussicht auf Genesung besteht usw. ist viel zu sehr auf einen bestimmten Sonderfall eingeschränkt und gibt einem nicht die Sicherheit, dass man am Ende seines Lebens würdig Abschied nehmen kann. Ich wünsche mir für jeden Bürger das ausdrückliche Recht, sein eigenes Leben human (d.h. ohne Schmerzen, Risiken, spektakuläre Aktionen und ohne Traumatisierung seiner Mitmenschen) zu beenden, wenn er es möchte. Und wenn er selbst nicht mehr in der Lage ist diesen Schritt zu vollziehen, müsste man ihm aktiv helfen können, wenn es sein Wunsch ist. Ich bin davon überzeugt, dass die Etablierung dieses Persönlichkeitsrechts dazu führen würde, die Zahl der fragwürdigen und nicht nachvollziehbaren Selbstmordfälle zu senken, und dass viel weniger Gebrauch von diesem Recht gemacht würde als man befürchtet. Es würde nämlich vielen Menschen die Angst nehmen, in einer Weise zu sterben, die sie nicht gewollt haben. Wenn man darauf vertrauen kann, dass man jederzeit „den AUS-Knopf drücken“ kann, sieht man dem Altern und Sterben mit viel mehr Ruhe und Gelassenheit entgegen. Selbstmord aus Angst und Verzweiflung wird es dann weniger geben, und die Angst vor dem Altwerden oder einem unerträglichen Leiden wird entschärft.

 

Und wie kompliziert machen wir es uns beispielsweise mit der Präimplantationsdiagnostik und der Organspende. Da werden immer wieder gute Vorschläge verworfen und Regelungen verhindert, nur weil die Gefahr missbräuchlicher Anwendungen besteht. Meiner Meinung nach sollte man eine gute Sache nicht verurteilen oder verhindern, nur weil der mögliche Missbrauch verwerflich ist. Die Untersuchung eines Embryos auf Krankheiten zur Vermeidung schwerer Behinderungen sollte selbstverständlich sein, zumindest wenn sie von den Eltern nicht ausdrücklich abgelehnt wird. Ebenso wäre die Widerspruchsregelung bei der Organspende für mich eine Selbstverständlichkeit, so dass jeder als Organspender gilt, der nicht ausdrücklich widersprochen hat (z.B. mit Eintrag im Personalausweis oder einem zentralen Widerspruchsregister); und jeder, der widerspricht, verzichtet im Gegenzug selbst darauf, fremde Organe zu empfangen, kurz: Wer die Organspende verweigert, kann auch kein Organ-Empfänger sein.

 

 

Legale Brandstiftung

 

Zu Sivester 2007 tauchten bei uns erstmalig massenhaft Himmelslaternen auf. Ich traute meinen Augen nicht mehr: Da ließ man kleine Papierballons, die man in vielen Läden kaufen konnte, mit offener Flamme in den Himmel steigen (oder auch abstürzen) und kümmerte sich nicht darum, wohin das Feuer getragen wurde. Die Überraschung war natürlich groß, als die ersten durch Himmelslaternen ausgelösten Brände bekannt wurden. Kurze Zeit später war in der Presse zu erfahren, dass die Benutzung der Himmelslaternen wegen der Brandgefahr verboten wurde, aber das Verkaufen und Kaufen blieb weiterhin erlaubt. Frage: Warum müssen erst Häuser abbrennen, bevor diese Form der Brandstiftung verboten wird? Warum wird der Handel mit solchen „Brandbomben“ nicht verboten? Warum wird nicht gleich die Herstellung verboten?  Warum wird das Produkt nicht daraufhin geprüft, ob unkalkulierte Gefahren von ihm ausgehen? Und wie lasch sind denn wohl die Einfuhrbestimmungen?

 

 

Die Mode und die Kaputtmacher

 

Regelmäßig zweimal jährlich werden die Lager der Bekleidungstextilien-Händler geleert, um Platz zu schaffen für die neue Ware. Da jedes Mal wieder eine neue Mode „vorgeschrieben“ ist, kann man die Waren vom Vorjahr nicht mehr anbieten. Die „Verbraucher“ haben das Gefühl, nicht mehr zeitgemäß gekleidet zu sein, und kaufen sich neue Sachen, obwohl die alten noch gut und nicht verschlissen sind. „So kann man doch nicht mehr rumlaufen“ höre ich immer wieder. Seltsam, vor ein oder zwei Jahren „musste“ man sich so kleiden, da war es noch schick und sah gut aus! Und wenn ich vielleicht sogar Gefallen an diesen Sachen gefunden habe und mich wohl darin fühle, soll ich mir jetzt sagen lassen, das sieht nicht mehr aus, das geht gar nicht. Also wandern die alten Sachen in die Sammlung oder den Kleidercontainer *) , und ich muss mich nach neuen umsehen, auch wenn ich die gar nicht besser oder schöner finde.   … Konsequenz:

 

 

Wer immer mit der Mode geht, hat keinen eigenen Geschmack.

 

 

Verwerfliche Nebenerscheinungen der Mode:

 

Vor ein paar Jahren war meine Lieblingshose an ihre Verschleißgrenze gekommen, d.h. sie zeigte an mehreren Stellen Abnutzungserscheinungen, hatte aber noch keine Löcher. Ich wollte mir als Ersatz eine neue „Blue Jeans“ (also eine wirklich blaue Jeans) kaufen. In mehreren Läden habe ich gesucht, fand aber nur Jeans-Hosen, die schon weiter verschlissen waren als meine alte, und solche, die so schmutzig aussahen, wie meine noch nie ausgesehen hatte. Selbst auf Nachfrage hin wurde mir in jedem Laden erklärt, dass derzeit keine unverschlissenen Jeans-Hosen im Sortiment seien; die gab es angeblich „nicht mehr“. Einige Zeit danach sah ich in einer Fernseh-Sendung, warum das so war: Ganze Warenlager voll mit neuen (blauen!) Jeans-Hosen, die gerade frisch hergestellt und nach Deutschland importiert worden waren, wurden in riesige LKW verfrachtet und nach Osteuropa oder Vorderasien transportiert. Dort waren Hunderte von Menschen in einer großen Fabrikhalle damit beschäftigt, die schönen neuen Hosen kaputt zu machen, indem sie mit rauen Steinen daran kratzten, sie an rotierende Schleifscheiben hielten, sogar Löcher hinein schnitten und die Kanten ausfransten. Einige Hosen wurden auch kompliziert verknotet und in eine hässlich braune Brühe getaucht, die waschfeste Flecken und Färbungen verursachte. Nebenbei erfuhr man noch, dass diese Arbeiten für einen Hungerlohn verrichtet wurden und zu zahlreichen Verletzungen und Erkrankungen der Mitarbeiter führten. Die so zugerichteten Hosen wurden anschießend zu Tausenden per LKW wieder nach Deutschland kutschiert und landeten schließlich in den Regalen der Läden, die mir keine wirkliche Neuware verkaufen konnten, dafür aber Hosen, die schlimmer aussahen als meine ausrangierte und teurer verkauft wurden als die „neuen“, die ich suchte.

 

 

*) Wenn wir unsere gebrauchte Kleidung in eine Sammlung geben oder zum Kleider-Container bringen, haben wir das beruhigende Gefühl, dass wir mit den gut erhaltenen Kleidungsstücken noch jemandem eine Freude machen. Tatsächlich gibt es auch vereinzelt Sammlungen, bei denen das zutrifft. Die Textilien, die nicht mehr zu gebrauchen sind, werden zerhäckselt und zu Putzwolle, Möbelschutzdecken, Malervlies u.ä. verarbeitet; das ist ja auch o.k. Aber der weitaus größte Teil der gut erhaltenen Textilien wird zu gewerblichen Zwecken weiter verkauft, hauptsächlich in die Länder der „dritten Welt“. Dort bewirken unsere „Kleiderspenden“ aber genau das Gegenteil von dem, was man sich gemeinhin vorstellt: Die Waren werden auf den Märkten verkauft, und die heimischen Anbieter, die vergleichbare Produkte womöglich in mühevoller Handarbeit hergestellt haben, können mit den Preisen der importierten Secondhand-Ware nicht mehr konkurrieren; sie werden ihre Waren nicht mehr los und verarmen. Große Textil-Fabriken, die in Afrika mit Geldern der internationalen Entwicklungshilfe gebaut wurden um Hunderten oder Tausenden von Menschen einen Arbeitsplatz zu bieten, mussten wieder schließen und sind verfallen. Wenige Einzelpersonen verdienen sich stattdessen mit dem Handel und Verkauf von gebrauchten Kleidern aus den Industrie-Ländern eine goldene Nase. –

 

Daraus nun den Schluss zu ziehen, die gebrauchten Klamotten in den Mülleimer statt in den Kleider-Container zu werfen wäre natürlich keine bessere Lösung. Ich möchte aber klarstellen, dass man sich nicht einreden darf, man würde großzügig karitative Einrichtungen oder arme Menschen unterstützen, indem man sich möglichst oft neue Kleidung kauft und sich der alten entledigt. - Der Umwelt und damit vor allem den Armen würde es mehr helfen, wenn wir den Energie- und Rohstoff-Verbrauch vermeiden würden, der mit dem Konsum überflüssiger und immer wieder neuer Textilien verbunden ist.  >>>zurück

 

 

 

Privatisierung und Wettbewerb

 

In der Fußgängerzone einer deutschen Stadt erlebte ich kürzlich einen Stau von Klein-LKWs. Lieferverkehr war dort erlaubt, und so war es auch in Ordnung, dass die Fahrzeuge zum Anliefern kamen. 4 Lieferwagen mussten warten, bis der erste mit dem Ausliefern fertig war, dann fuhr der nächste in die enge Straße, usw. Ist ja ganz diszipliniert, dachte ich mir. Aber dann fiel mir auf, dass die 5 LKWs alle von verschiedenen Paketdienstern waren, nämlich DHL, DPD, Hermes, UPS und GLS. Jeder lieferte genau 1 Päckchen oder Paket in der Straße ab. Und das war keine Ausnahme! Seitdem fällt mit immer wieder auf, dass innerhalb kurzer Zeit die selben Stadtteile oder Siedlungsstraßen von verschiedenen Paketzustellern angefahren werden, die jeweils nur ein oder zwei Auslieferungen zu erledigen haben. Seitdem das Post-Monopol für die Paket-Zustellung gefallen ist, sind die Dienstleister für diesen Bereich wie Pilze aus dem Boden geschossen. Der Wettbewerb sei wichtig, damit die Preise fallen, wurde als Argument für die Privatisierung vorgetragen. ABER es kann doch nicht billiger sein, in einer Straße 5 Pakete von 5 Fahrern mit 5 LKWs abzuliefern, als wenn es 1 Postauto mit einem Postboten macht, oder?! … Ganz zu schweigen von den gestiegenen Umweltbelastungen!

 

Ebenso empfinde ich es als eine Fehlentwicklung, dass auch andere Dienstleistungen inzwischen nur noch nach betriebswirtschaftlichen Kriterien geregelt werden, dass also Wirtschaftlichkeit Vorrang hat vor der Frage der Nützlichkeit oder Notwendigkeit einer Dienstleistung. Das fällt mir beispielsweise bei Krankenhäusern auf, die heutzutage eher Wirtschafts-Unternehmen sind als (gemeinnützige) Dienstleistungs-Einrichtungen. Ob, wie und wann eine Behandlung durchgeführt wird, entscheidet nicht mehr in erster Linie die medizinische Indikation, sondern die Kalkulation von Unkosten und Gewinn. Als Krankenhäuser nur in karitativer, kirchlicher oder Stiftungs-Trägerschaft organisiert waren, konnte man sich mit einem Gefühl der Zuversicht und des Vertrauens in ambulante oder stationäre Behandlung begeben. Das findet man heute längst nicht mehr in allen medizinischen Einrichtungen. Die zunehmende Kommerzialisierung der Medizin führt dazu, dass überflüssige Therapien durchgeführt werden, weil sie Geld bringen, während notwendige Behandlungen unterbleiben, weil sie zu teuer sind.

 

 

Lebensmittel als Klimakiller – produziert für die Mülltonne!

 

Lebensmittel sollen Klimakiller sein? - Dazu nur kurz ein paar Fakten, aufgefangen während einer TV-Sendung am 20.10.2010 in „Das Erste“, Titel: Frisch auf den Müll. (Hier brauche ich wohl keine Problemlösungen zu präsentieren, denn man könnte den Wahnsinn einfach stoppen.)

 

 

>>>  Jedes Jahr werden in deutschen Haushalten Lebensmittel im Wert von 20 Mrd. Euro weggeworfen (nur private Haushalte! Produktion und Handel, also Lebensmittel-Industrie noch viel mehr!)

 

>>>  Ein Beispiel aus der Produktion: Ein Kartoffelbauer wirft 40 - 45 % der Ernte gleich wieder auf den Acker, weil die Kartoffeln für die Normen der Lebensmittel-Industrie zu groß, zu klein oder zu irregulär geformt sind.

 

>>>  Die Lebensmittel, die allein in Europa und in den USA weggeworfen werden, würden reichen, alle Hungernden der Erde reichlich zu ernähren.

 

>>>  Würden wir unseren Lebensmittel-Müll um die Hälfte reduzieren, hätte das auf den Ausstoß der Treibhausgase den gleichen Effekt, als würde man jedes zweite Auto stilllegen (denn für Produktion, Verarbeitung und Transport der überschüssigen Lebensmittel sind ja beispielsweise große Mengen an Energie und Maschinen-Einsatz nötig).

 

 

 

Beseitigung von Ärgernissen im Straßenverkehr

Zu den großen Ärgernissen im Straßenverkehr gehören ohne Zweifel rote Ampeln, vor denen man warten muss, wenn kein anderer Verkehrsteilnehmer den Kreuzungsbereich benutzt. Zum Glück hat man erkannt, dass ein Kreisverkehr ohne diesen Nachteil auskommt; trotzdem werden nicht alle Ampelkreuzungen durch Kreisverkehre ersetzt. Als Grund dafür werden häufig (1.) hohe Kosten und (2.) mangelnder Platz genannt. Außerdem kann es (3.) bei hoher Verkehrsdichte zu langen Wartezeiten auf einer Zubringerspur kommen.

Im Folgenden werde ich Problemlösungen zu allen drei genannten Aspekten vorlegen.

Zu 3.:  Wo es gar nicht ohne Ampel zu gehen scheint, mag man sie beibehalten. Aber die größten Nachteile der Ampeln könnte man durch eine einfache Änderung der Straßenverkehrsordnung beseitigen:

 

Das rote Licht wird generell durch Rot-Gelb ersetzt.
Bei rot-gelbem Licht musst du Vorfahrt gewähren!

Bei grünem Licht hast du Vorfahrt!  


Mit anderen Worten, man muss bei rotem Licht nicht unnötig warten, sondern man nähert sich vorsichtig der Kreuzung und hat die Vorfahrt der anderen Verkehrsteilnehmer zu beachten. Dadurch wird gewährleistet, dass man niemals vor einer leeren Kreuzung warten muss, und dass auch bei hohem Verkehrsaufkommen jeder Zubringer phasenweise Vorrang hat. Es handelt sich somit um eine Erweiterung der bewährten Regelung mit dem grünen Pfeil nach rechts, allerdings ohne notwendige Zusatz-Beschilderung, einfach durch eine generelle Änderung der Verhaltensregel an der Ampel. Am einfachsten könnte man diese Vorfahrt-Achten-Pflicht durch Rot-Gelb-Licht an der Ampel signalisieren; das bisherige Rot-Gelb wird nicht mehr benötigt. Höchstens in Ausnahme-Fällen (z.B. Baustelle) würde dann die Wartepflicht noch mit einer roten Ampel gekennzeichnet.

Zu 1.:  Das Argument der hohen Kosten eines Kreisverkehrs beruht auf der falschen Annahme, dass ein Kreisverkehr ein aufwändiges Bauwerk ist. Tatsächlich ist es aber lediglich eine Verkehrsregel, die sich ohne großen Aufwand auf fast jeder Kreuzung einrichten lässt, und zwar durch eine in etwa kreisförmige Fahrbahnmarkierung (mit entsprechenden Einfädelungen) im äußeren Bereich und eine ebenfalls runde Markierung innen, die je nach Platzangebot durch eine leichte Aufpflasterung oder auch nur durch eine Farbmarkierung realisiert werden kann. Dies hat gleichzeitig den Vorteil, dass große, lange Fahrzeuge ausnahmsweise auch ohne „Kreisfahrt“ die Kreuzung passieren können. Schon aus diesem Grund haben große Hügel oder gar Bauwerke in der Mitte des Kreisels nichts zu suchen.

Zu 2.:  Aus der unter 1. beschriebenen Gestaltungsform ergibt sich bereits die Tatsache, dass keine Kreuzung zu klein für einen Kreisverkehr ist. Im Extremfall reduziert sich der Kreisverkehr auf die Vorfahrtsregel (im Prinzip "Links vor Rechts"), beschildert durch das Verkehrszeichen "Kreisverkehr" und eine minimale Fahrbahnmarkierung in der Mitte ("weißer Punkt"). Solche Kreisverkehre habe ich im Ausland (England, Frankreich) häufiger angetroffen, ohne dass es Probleme oder Verwechslungen gab.

 

Hier ein Kreisverkehr, der "nichts" kostet und keinen erhöhten Platzbedarf hat (eigene Aufnahme aus Frankreich):

 

 

 

Zum den Themen CO2 und Energie finden Sie hier auch weitergehende Informationen und Erklärungen.

 

 

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